| | Burg in Trani - (c) Fototeca ENIT | Geschichtlich erscheint das heutige Apulien erstmalig in der Steinzeit, als in apulischen Höhlen Ureinwohner hausten. Im 11. Jahrhundert v. Chr. wanderten Verwandte der Messapier und Tekatier in die Gegend ein, etwa 750 v. Chr. erlebte Apulien eine griechische Besiedelung. Auch durch die Regierung der Germanenherrschaften änderte sich bis Ende 400 n. Chr. nicht viel in Apulien, erst durch einen Versuch der Rückeroberung durch Kaiser Justitian I. kam eine Wende.
In dieser Zeit entwickelte sich auch ein reger Schiffsverkehr nach Griechenland, Ausgangshafen war Brundisum – hier endete auch die erste römische Fernstraße.
In den folgenden Jahrhunderten passierte für Apuliens Geschichte einiges: 568 fielen die Langobarden in Süditalien ein, allerdings wurde Apulien von den Byzantinern weiterhin verwaltet. Nach der Eroberung durch die Araber und dem Vorstoß von muslimischen Sarazenen war Apulien bis 1300 das Islam-Zentrum in Italien.
Die Eigenständigkeit Apuliens endete mit dem Ende der Staufer-Ära, im 15. und 16. Jahrhundert war die Küste Apuliens durch ständige Angriffe türkischer und berberischer Seeräuber in ständiger Gefahr. Erst 1530 kam eine Entlastung durch Kaiser Karl V., der in Afrika militärisch „aufräumte“.
Der spanische Erbfolgekrieg entschied im Jahr 1700 über Apulien: Die Region wurde Österreich zugesprochen. Anschließend folgten ständige Wechsel durch Kriege und Kongresse, bis sich das Königreich Sizilien mit Apulien 1861 dem Königreich Italien anschließen musste. Als Verwaltungseinheit wurde Apulien im Jahr 1947 eine Region von Italien. |