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Fiat, nicht einfach nur eine Automarke

Die Fabbrica Italiana Automobili Torino, besser bekannt unter den Namen Fiat, wurden im Jahr 1899 gegründet. Agnelli, ein ehemaliger Offizier, stand schon in den Anfangsjahren von Fiat an der Spitze der Firma.

Fiat
Fiat (c) morguefile.com
Der erste Wagen, den Fiat herausbrachte, war für vier Insassen bestimmt die sich gegenüber saßen. Der Wagen war sehr klein und eine Leistung von 2,4 kW. Die Kühlung erfolgte mit Wasser. Er besaß ein Dreiganggetriebe das über eine Kette zu den Hinterrädern führte.

Aber Fiat baute auch sportliche Wagen, im Jahre 1904 wurde ein Sportauto mit mehr PS veröffentlicht dem anschliessend weitere Modelle folgten.

Ab 1919 führte Fiat modernere Produktionsmethoden ein und entwickelte viele weitere Moddele. 1936 wurde der Topolino auf dem Markt gebracht. Er war das Paradebeispiel eines kompakten und kleinen Autos.

Es zeigte sich, dass Fiat auch in der Lage war für den anspruchsvollen amerikanischen Markt zu bauen. Allerdings hatte das Unternehmen Anfangs Schwierigkeiten mit der Vermarktung von großen Fahrzeugen.

Der Konzern wurde schließlich so erfolgreich, dass die Produktionskapazität die größte in Europa wurde. Über mehrere Kontinente verstreut, hatte Fiat Fabriken und beschäftigte über 150.000 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Turin, Hauptstadt der italienischen Region Piemont.

In den 70er Jahren begann der Einbruch. Der Fiat 132 konnte dem Fiat 125 nicht das Wasser reichen. In der Mitte der 80er erfolgte eine schwere Krise. Auch die Erfolgsmodelle wie der Fiat Punto oder der Fiat Panda konnten das Geschäft nicht mehr beleben und an an den Erfolg vergangener Jahre anknüpfen. Das lag teilweise daran, dass Investitionen in andere Bereiche (Landmaschinen / Nutzfahrzeuge) gesteckt wurden. Mitte der 90er sank der Marktanteil in Europa drastisch ab. Kritiker sahen die Schuld bei dem 2003 verstorbenen Vorstandsvorsitzenden Giovanni Agnelli. Der Enkel des Fiat Gründers hatte durch seine Unternehmenspolitik Fiat ins Abseits gedrängt.

Umberto Agnelli, (der auch kürzlich verstarb) leitete ein umfassendes Sanierungsprogramm ein um den Fiat-Konzern zu retten. Als die Sanierungsmaßnahmen den ersten Erfolg aufweisen verstarb er im Mai 2004.

Fiat 500
Der Fiat 500 (c) morguefile.com
Im letzten Quartal 2005 konnte Fiat erstmals wieder nach längerer Zeit einen Gewinn verzeichnen. Vielversprechend war der Absatz des neuen Modells Grande Punto, dieser wurde 2006 das meistverkaufte Auto in Europa. Der Anteil auf dem hart umkämpften deutschen Automarkt stieg im Jahre 2006 dadurch von 2,3 auf 2,8 Prozent. Fiat will seinen Marktanteil in Deutschland 2007 auf mehr als drei Prozent steigern. Laut PR wird der Absatz Dank neuer Modelle auf über 130.000 Neuzulassungen klettern. Dazu sollen vor allem die Volumenmodelle Fiat Bravo und Fiat Scudo sowie der Sportwagen Alfa Spider beitragen.

Am 3. Juli 2007 feierte einer der ersten Exportschlager von Italien seinen 50. Geburtstag. Der Fiat 500 war die italienische Antwort auf Käfer, Ente und Mini und ein Wahrzeichen des italienischen Wirtschaftswunders der Fünfzigerjahre. Am Rande einer Pressekonferenz in Rom verkündete Fiat Chef Sergio Marchionne im Oktober, das Fiat bereits über 80 000 Bestellungen für die neu aufgelegte Kleinwagenlegende Fiat 500 erhalten hat.





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