Die Brüder Ernesto, Bindo, Alfieri und Ettore Maserati gründen im Jahr 1914 in Bologna, Hauptstadt der italienischen Region Emilia-Romagna die Maserati-Werke. Allerdings zunächst als Rennteam. Erst in den 20er Jahren begannen die Maserati-Brüder im Auftrag eines Kunden einen Rennwagen zu produzieren. Im April 1926 nahm Alfieri Maserati zum ersten Mal an einem Rennen mit einem selbst konstruierten Wagen teil. Das Auto erhielt den Namen Maserati und war zugleich die Geburtsstunde der Nobel-Marke. Es war das Ziel, Rennwagen auch für Privatfahrer zu bauen. Doch die Konkurrenz schlief nicht: Der Rennfahrer Enzo Ferrari hatte in Maranello eine Autofabrik gegründet und begann auch seine Rennwagen in Straßenwagen umzubauen.
| | Maserati (c) morguefile.com | Das erste Serienmodell für Straßenwagen war der Maserati 3500 GT mit 230 PS. Er wurde von 1958-1964 unter dem Namen Spider gebaut. Der Neptunbrunnen in Bologna diente als Vorlage für das Design des Wappens und ist seither das Wahrzeichen der Firma. Es folgten weitere Modelle wie Sebring, Mistral und andere klangvolle Namen.
Doch der wirtschaftliche Erfolg von Maserati blieb aus. 1969 übernahm Citroen die Leitung bei Maserati. Die Zusammenarbeit dauerte aber nur bis zum Jahr 1975. Von dort an übernahm der Sportwagenhersteller Tomaso die Führung.
1981 wurde der Biturbo vorgestellt, ein sportlicher Zweitürer. Der Wagen wurde trotz Qualitätsprobleme in vielen Varianten gebaut. Der anfängliche Ansturm auf die neuen Wagen ließ allerdings nach, als sich Motorschäden bei diesem Fahrzeug immer mehr und mehr einstellten und Maserati nachbessern musste.
Anfang der 90er Jahre wurde der Shamal auf den Markt gebracht. Im Jahre 93 entschied sich Tomaso aufzugeben und der Maserati-Konzern wurde von Fiat aufgekauft. Es kam der Maserati Ghibli 2 auf den Markt. Er war das letzte Modell aus der Biturboserie. Das besondere an diesem Wagen war, das er mit ABS und Airbag ausgestattet war.
In den vergangenen letzten Jahren versuchte Maserati sich an seine Anfangszeiten zu erinnern und wieder schnelle Viersitzer hervorzubringen. Der Maserati 3500 GT sorgte noch mal für Furore. Im typischen Maserati Coupestil und einem von Ferrari gebauten Motor erobert er die Straßen. Dieses Modell soll noch 2007 von dem Nachfolger Gran Tourismo ersetzt werden. Gleichzeitig sind 2007 die Modelle 4200 GT Spyder und der Maserati 4200 Cambiocorsa Spyder auf den Markt gekommen.
Neben Ferrari, Fiat und Lamborghini gehört Maserati zu der bekanntesten Automarke in Italien. Durch den Hang zum Luxus haben es die Maseratigründer nicht geschafft schwarze Zahlen zu schreiben. Dennoch ist der Maserati noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. |