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Dom von Florenz, Duomo di Firenze

  
Dom von Florenz, eine der Attraktionen und Wahrzeichen der Toskana
Dom von Florenz, eine der Attraktionen und Wahrzeichen in der Region Toskana.
(c) Fototeca ENIT
Der Dom der toskanischen Hauptstadt Florenz steht an der Piazza del Duomo und das, was wir heute bewundern können, ist das Ergebnis einer langen Bauzeit über Jahrhunderte der Geschichte. Der Plan für das Gebäude wurde von Arnolfo di Cambio Ende des dreizehnten Jahrhundert entworfen, die Kuppel, welche ihn in der ganzen Welt als Wahrzeichen der Toskana bekannt gemacht hat, ist ein Werk von dem Genialen Architekt der Renaissance Filippo Brunellschi, die Fassade im neugotischem Stil stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Zwischen diesen architektonischen Extremen liegt eine Reihe von Eingriffen im Bereich der Struktur und der Verzierungen sowohl im Außenbereich als auch im Inneren, welche die Geschichte des Gebäudes bereichert hat: der Bau der zwei Sakristeien, die Marmorböden aus dem 16. Jahrhundert, die Fresken, Werke von Malern wie Paolo Uccello, Andrea del Castagno, Giorgio Vasari und Federico Zuccari.

Der Dom von Florenz ist eine Kathedrale, weil Sitz des bischöflichen Stuhls und wurde 1412 der Santa Maria del Fiore mit klarem Hinweis an die Lilie, Symbol der Stadt Florenz, geweiht. Die Kathedrale entstand oberhalb der zweiten Kathedrale, welche das frühchristliche Florenz der Heiligen Reparta geweiht hatte und welche über 9 Jahrhunderte inaktiv blieb bis zum Abriss (1375). Von diesem Gebäude, nicht viel größer als die Hälfte der jetzigen Konstruktion und mit zwei Glockentürmen ausgestattet, sind heute bedeutende Reste im archäologischen Bereich unterhalb des Doms zu sehen. 1293 beschloss die Republik von Florenz auf Rat des Notars Nino de Cantoribus, Santa Reparata durch eine größere und prunkvollere Kathedrale zu ersetzen, welche er sich zu finanzieren verpflichtete. Zu der Finanzierung des Doms hatten jedoch auch die Bürger mit einem Erbanteil ihres Reichtums beizutragen.

1294 wurde der Plan für den Bau Arnolfo di Cambio anvertraut, welcher am 8. September des Jahres 1296 feierlich den ersten Stein legte. An dem Dom arbeitete der geniale Architekt von 1296 bis zu seinem Tod 1302 und obwohl der Stil der jene Zeit prägte der Gotische war, konzipierte er eine Basilika mit klassischen Räumen, in denen die drei weiten Kirchenschiffe in den Chor, in dem sich der Hauptaltar befand, zusammenliefen. Der Chor wird seinerseits von dem "Klee" der Tribünen (vielleicht die Darstellung einer Blume) umrahmt, auf dem sich die Kuppel erhebt. In den wenigen Jahren, die er zur Verfügung hatte, schaffte es Arnolfo, zwei Bogenweiten und die neue Fassade, welche leider nur zur Hälfte verziert wurde zu verwirklichen. Die Skulpturen, einige von Arnolfo selbst, wurden abgebaut und ins Museo dell’Opera del Duomo gebracht, bis der Großherzog Francesco I de' Medici 1586 eine neue Fassade erbauen ließ. Die „Lunette“ (Lünetten) von Luca della Robbia über den Sakristeientoren der Messen sind noch zu sehen. Entfernt wurde hingegen die großartige „Pietà“ von Michelangelo (ca. 1553). Nach dem Tod des Architekten wurden die Arbeiten unterbrochen.

1330 wurden den Leichnam des Heileigen Zanobi in Santa Reparta entdeckt und dieses Ereignis verlieh der Arbeit neuen Eifer. 1334 wurde Giotto die Leitung der Bauarbeiten anvertraut, jedoch auch er starb 1337 und während dieser kurzen Zeit hatte er hauptsächlich an dem Bau seines Kirchenturms, der weltweit als „Campanile di Giotto“ bekannt ist, gearbeitet. Nach seinem Tod übernahm Andrea Pisano bis 1348, dem finsteren Jahr der Pest, die Leitung. Diese Phase der Bauarbeiten wird in einem Fresko von 1342 im Museo del Bigallo dokumentiert. Von 1349 bis 1359 übernahm Francesco Talenti die Leitung, welcher den Kirchturm vollendete und ein neues Projekt mit der Hilfe von Giovanni di Lapo Ghini verwirklichte: das mittlere Schiff wurde in quadratische Spannweiten aufgeteilt (nur vier mit einer niedrigeren Anzahl von Fenstern als die von Arnolfo vorgesehen), während die zwei Seitenschiffe rechteckig waren.

Um das Jahr 1370 waren sowohl der Bau als auch das neue Projekt für die Apsis gut vorangekommen. 1375 wird Santa Reparta abgerissen: Santa Maria del Fiore war nun die neue Kathedrale von Florenz.

Im Außenbereich wurde die Marmorverkleidung und die Verzierung der Seiteneingänge (die Porta die Canonici im Süden und die Porta della Mandorla - der Mandel - im Norden) fortgesetzt. Das Nordtor erhielt diesen Beinamen (der Mandel) aufgrund des großen Heiligenschreins, der die Figur der Heiligen Jungfrau umgibt, bei deren Gestaltung auch der Bildhauer Nanni di Banco (1380/90 - 1421) mitwirkte. Der Bau der Kuppel, von der im Jahre 1421 lediglich die Trommel (die polygonale Basis) fertiggestellt war, musste noch ausgeführt werden. Aus dem hierzu unter den Architekten ausgeschriebenen Wettbewerb gingen Lorenzo Ghiberti (1368 - 1445) und Filippo Brunelleschi (1377 - 1446) als Sieger hervor, doch der endgültige Entwurf ist letzterem zu verdanken, wie auch die außerordentliche Technik, mit der die riesige Struktur angehoben wurde und 1436 zur Fertigstellung führte. Die Kathedrale wurde von Papst Eugen IV. geweiht. Der Eintrittspreis für den Besuch der Kathedrale ist zwar mit ca. 7 Euro ziemlich teuer, aber ein Besuch ist den Preis wert.

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