Als frühestes historisch belegtes Kulturvolk dominierten die Etrusker Italien. Im achten bis fünften vorchristlichen Jahrhundert, also zu einer Zeit, in der im latinisch besiedelten Mittelitalien bereits die Stadt Rom (der Legende nach im Jahr 753 v.u.Z.) gegründet worden war, erlebte dieses Volk, dessen Ursprünge noch immer im Dunkeln liegen, seine Blütezeit.
Rom war etwa zweihundert Jahre lang ein Stadtstaat, wie es der im östlichen Mittelmeerraum vorherrschenden Staatsform entsprach. Regiert wurde die Stadt von einem König. Nach dem Sieg über die Mutterstadt Alba Longa aus der die sagenhaften Gründer Roms, Romulus und Remus angeblich entstammten, dominierte Rom den latinischen Städtebund.
Um 510 v.u.Z. vertrieben die Römer ihren letzten, den siebenten, König Tarquinius Superbus. Daraufhin sah der etruskische König Lars Porsenna seine Stunde gekommen. Er eroberte Rom, war dem eisernen Widerstand der Stadtbevölkerung jedoch nicht gewachsen und musste sich wieder zurückziehen.
(Es gibt jedoch auch eine andere Lesart der historischen Quellen, wonach Porsenna im Einvernehmen mit dem römischen Adel abzog, nachdem er seinen Feind, den König Roms, besiegt hatte.) |