In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren Pisano und sein Sohn die wichtigsten und berühmtesten italienischen Bildhauer. Das Interesse an der Antike brachte Pisano mit, deutlich erkennbar ist dies an seinem oben genannten Hauptwerk, der Kanzel des Baptisteriums in Pisa.
In den Jahren 1266 bis 1268 schufen er, sein Sohn, sowie einige andere Bildhauer die Kanzel von Siena und bis zum Jahre 1278 den Stadtbrunnen in Perugia. Giovanni Pisano, der Sohn des Nicola, wurde Stadtbaumeister in Siena und Pisa. Seine Werke sind auch die Kanzeln in Sant’Andrea in Pistoia und im Dom von Pisa. Er setzte auch den Bau des Campanile fort, die bereits zum damaligen Zeitpunkt schon schief war und heute unter dem Namen "Schiefer Turm von Pisa" bekannt ist.
Arnolfo di Cambio war ein Schüler von Pisano, er entwickelte ebenfalls einen eigenen Stil, der durch Antike und Gotik beeinflusst wurde. Ebenfalls Pisano nannte sich der Bildhauer Andrea da Pontedera, der allerdings mit den bereits erwähnten Pisanos nicht verwandt war. Sein Hauptwerk war die erste Bronzetür des Baptisteriums in Florenz, die sich aus 28 Relieffeldern zusammensetzt. Er wurde im Jahre 1337 zum Nachfolger von Giotto ernannt und war forthin Dombaumeister in Florenz, wo er an dem Campanile arbeitete. Hier finden sich mehrere Reliefs von ihm.
Der Bildhauer Lando di Pietro war Bildschnitzer und Goldschmied und war als Baumeister am Umbau des Doms von Siena beteiligt. Eine andere Persönlichkeit war Andrea Orcagnas, dessen Hauptwerk das Tabernakel in Or San Michele in Florenz war. Er war außerdem Goldschmied, Baumeister und Maler.
Das Ende der Gotik in der Bildhauerei wird durch einen Wettbewerb markiert. Dieser fand 1401 in Florenz statt und war für die Gestaltung der zweiten Bronzetür des Baptisteriums ausgeschrieben. Der Sieger des Wettbewerbs war Lorenzo Ghiberti, der neben den anderen Bewerbern, wie zum Beispiel Filippo Brunelleschi, Iacopo della Quercia oder Francesco da Valdambrino bereits als Künstler der Frührenaissance zu sehen ist.
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