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Renaissance, Bildhauerei in Italien

Im Mittelalter wurde die italienische Bildhauerei arg vernachlässigt. Sie gelangte erst jetzt in der Frührenaissance wieder zu Bedeutung und war nun neben der italienischen Architektur und der italienischen Malerei gleichberechtigt.

Die Bildhauerei hatte dabei den entscheidenden Vorteil, dass sich mit ihrer Hilfe der menschliche Körper perfekt und plastisch darstellen ließ. Dabei kam der freistehenden Figur die zentrale Bedeutung der Freiheit, des in-sich-Ruhens zu, sie musste sich nicht erklären. Vorher waren die Plastiken immer in eine komplexe Komposition eingebunden. Im Dom von Florenz befindet sich ein riesiges Reiterstandbild, das von Paolo Uccellos gefertigt wurde. An ihm lässt sich sogar erkennen, dass in der Zeit der frühen Renaissance die Malerei die Bildhauerei nachahmt.

Der Sieger des Wettbewerbs um die Gestaltung der zweiten Tür des Baptisteriums von Florenz, Lorenzo Ghiberti, schuf auch die dritte Tür. Sie bekam den Namen Paradiestür, was allerdings auf Michelangelo zurückging. Der maßgebliche Bildhauer dieser Epoche war Donatello, der zum Beispiel auch die Linearperspektive erfand und erstmals in seinen Werken einsetzte. Andere wichtige Künstler dieser Zeit waren beispielsweise Mino da Fiesole, Nanni di Banco, Antonio Pollaiuolo, Pietro Lombardo, Desiderio da Settignano oder auch Andrea del Verrocchio.

In der Zeit der Hochrenaissance waren, wie auch in der Malerei, die wichtigsten Künstler im Bereich der Bildhauerei da Vinci, Raffael und Michelangelo. In der Zeit des Manierismus, dieser Zeit des Übergangs von der Hochrenaissance zum Barock, waren bedeutende Künstler beispielsweise Benvenuto Cellini oder auch Giovanni da Bologna.





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