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Italienische Literatur - Das Mittelalter

Bis ungefähr zum 13. Jahrhundert galt das Lateinische als die einzige Sprache für die Literatur des Landes. Chroniken und Heldengedichte, Viten von Heiligen und Legenden, aber auch didaktische und wissenschaftliche Werke wurden vorrangig verfasst. Viele der Dichter, die in Provenzialisch oder Altfranzösisch schrieben, hatten ihre Quellen und den Inhalt ihrer Literatur aus dem Ausland geholt.

Wohl am bedeutendsten in dieser Zeit war die Gedichtform des Kanzone, ein lyrisches Gedicht mit mehreren Strophen. Beliebte Stoffe für diese Werke waren vor allem Heldentaten, zum Beispiel die der Ritter der Tafelrunde, oder die Taten vom Karl dem Großen. So gab es auch den so genannten Karolingischen Zyklus, der Epen über Karl den Großen enthielt und auch Karlsgeste heißt, der zuerst in frankovenetischer Sprache erschien und erst später in das Italienische übersetzt wurde. Lange Zeit waren diese Epen sehr beliebt und deren Themen wurden von anderen italienischen Dichtern immer wieder aufgegriffen.

Im späten 12. Jahrhundert entstand die Spielmannsdichtung, deren Vorreiter der Troubadour Raimbaut de Vaqueiras war und der in seinen Werken erste italienische Dialekte verwendete.





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