 | | Piazza Cavour in Como (c) Fototeca ENIT | Einfach und artgemäß zeigt sich die lombardische Küche selbst bei den üppigsten Mahlzeiten. Deftige und vielseitige Eintöpfe sind sehr beliebt wie zum Beispiel die zuppa pavese (eine Zusammensetzung aus Brot, Ei und Brühe). Die casoeula zum Beispiel wird aus Würstchen, Wirsing und Schweine- rippchen gekocht. Im Mittelalter haben die Lombarden über den „Tellerrand hinaus geschaut“ und sich bei den Österreichern ihre Vorliebe für panierte Speisen abgeschaut.
Das in Ei und Semmelbrösel gewälzte und danach in Butter gebratene Kalbsschnitzel (bistecca milanese) soll eine österreichische Erfindung sein, die Bewohner der Lombardei erheben ihrerseits Besitzansprüche auf diese beliebte Gericht. Typisch lombardisch hingegen ist der ossobuo: Eine in einem Ragout geschmorte Kalbshaxe, die mit grünen Erbsen und Reis aufgetischt wird. Man kann das Kalbsgericht allerdings auch mit dem Maisbrei polenta servieren, der in einem Kupferkessel über offener Flamme gekocht wird.
Die renommiertesten Weinanbaugebiete der Lombardei liegen in der Franciacorta. Die Weine aus der Gegend fehlen bei kaum einer Mahlzeit auf den Tischen der Bewohner. |