 | | Santuario della Santa Casa (Heilige Haus) in Loreto. Nach dem Petersdom in Rom ist Loreto der zweitwichtigste Wallfahrtsort in Italien. (c) Fototeca ENIT | Die Renaissance schlug ihre Wurzeln zunächst in Mittelitalien, wovon natürlich auch die Region Marken profitierte. Im Mittelalter konnte sich in Marken kaum jemand um künstlerische Dinge kümmern, vielmehr waren die Bewohner immer wieder mit der Vertreibung von Eindringlingen beschäftigt.
Im 11. und 12. Jahrhundert machte sich in der Region ein regelrechtes Baufieber breit – der romanische Stil entwickelte sich. Die Gotik löste den romanischen Stil ab und prägte gerade im 12. und 13. Jahrhundert die Architektur vieler größerer öffentlicher Gebäude. Auch die italienische Bildhauerei und Malerei wurden durch die Gotik nachhaltig beeinflusst.
 | | Porta Picena in Macerata (c) Fototeca ENIT | Im 14. Jahrhundert hatte die Gotik ihren Höhepunkt, es wurde im 16. Jahrhundert durch die Renaissance abgelöst. Ein führender Architekt in den Marken war Francesco di Giorgio Martini, bekannt geworden durch fantastisch durchdachte militärische Anlagen.
Unter den vielen bekannten Künstlern, die in den Marken lebten und arbeiteten, sind Namen wie Carlo Crivelli und Lorenzo Lotto zu finden. Leonardo, Michelangelo und andere Künstler prägten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts den Renaissance-Stil der perfekten Schönheit und Harmonie. Eine neue umstrittene Stilrichtung entwickelte sich zwischen 1520 und 1600: Der Manierismus, der später vom Barock, der größten Kunstbewegung des 17. Jahrhunderts, abgelöst wurde. |