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Die besonderen positiven Merkmale des Olivenöls (früher auch: Baumöl) sind seit langem bekannt. Erste Hinweise auf den Olivenbaum und seiner Frucht datieren aus dem Jahre 4.500 v. Chr. in Zusammenhang mit den alten Babylonern und Ägyptern. Den Kulturen der Antike (Assyrer, Ägypter, Griechen und Römer) verdanken wir im wesentlichen die Verbreitung der Olivenfrucht im Mittelmeerraum.
Während des Römischen Reichs wurde Olivenöl sowohl als Nahrungsmittel und Heilmittel verwendet und auch dort schon in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt: Die höchste Güteklasse, „Viridum“, war religiösen Feiern, der Medizin und Kosmetik vorbehalten. Die Güteklasse „Cibarium“, die in größerer Menge zur Verfügung stand, wurde ausschließlich als Nahrungsmittel verwendet.
Der Untergang des Römischen Reiches brachte auch den Niedergang des Ölhandels mit sich. Die Produktion vom Olivenöl deckte nun lediglich den Eigenbedarf. Es vergingen mehrere Jahrhunderte bis wieder ausreichend große Oliven-Anbaugebiete zur Verfügung standen um einen Handel zu ermöglichen.
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Der Olivenanbau verfeinerte sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr; am Ende des 18. Jahrhunderts unterschied man schon zwischen mehreren Ölsorten: Das Olivenöl aus dem Orient betrachtete man als besser geeignet für die neu entstehende Industrie (Wollwäsche, Maschinenschmierung, Beleuchtung ...), während das Olivenöl aus Apulien oder der Toskana vorzugsweise als Nahrungsmittel Verwendung fand.
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Anfang des 19. Jahrhunderts bedeckten die Olivenhaine, entweder in Monokultur oder zusammen mit Wein, Weizen oder anderen Pflanzen einen großen Teil der Anbauflächen von Italien. Hundert Jahre später spezialisierte sich der Olivenanbau weiter durch die Einführung neuer Techniken und Methoden.
Nach und nach entstanden, infolge der natürlichen Anpassung des Olivenbaums an seine Umwelt und des Eingriffs des Menschen, zahlreiche Oliven-Sorten. Allein im Mittelmeerraum sind heute mehr als 600 Oliven Sorten bekannt. Der Geschmack und die guten Ernährungseigenschaften machen das Olivenöl zum idealen Fett beim Kochen und Braten und das intensivfruchtige Öl krönt vor allem typische Gerichte, frisches Gemüse, Wild und Grillfleisch. |