 | | (c) morguefile.com | Der therapeutische Einsatz von Olivenöl geht auf die Antike zurück. Der Grieche Hypokrates empfahl den Saft frischer Oliven zur Behandlung von Geisteskrankheiten und bei Geschwüren Umschläge aus Olivenbrei. In der Folgezeit verschrieb Averroes, der berühmte arabische Mediziner und Philosoph, Kindern und alten Menschen täglich einen Eßlöffel Olivenöl, das für ihn ein Allheilmittel war.
Aber Olivenöl ist auch eines der ältesten Pflegeprodukte: Daß Olivenöl die Haut weich und geschmeidig macht, wußte man schon zu Urzeiten. Kürzlich durchgeführte Studien haben ergeben, daß der hohe Tocopherolgehalt (Vitamin E) des Nativen Olivenöls extra die Bildung von freien Radikalen hemmt, die für das Altern der Zellen verantwortlich sind.
Die Ölsäure, die in großer Menge im Nativen Olivenöl extra vorhanden ist, schützt vor Arteriosklerose, indem sie den Gehalt des „schlechten“ LDL-Cholesterins im Blut senkt.
Die moderne Naturheilkunde macht sich auch die Blätter und Rinde des Olivenbaums zunutze, in denen Wirkstoffe mit antiparasitärer, aufweichender und abführender Wirkung enthalten sind. Das Öl wird vor allem in der Rheuma- Gicht- Wund- und Verbrennungsbehandlung sowie für die Regelung der Leberfunktionen verwendet. Man hat nachgewiesen, daß in Gebieten mit hohem Olivenölkonsum Herz-Kreislaufkrankheiten seltener auftreten.
Einige Ratschläge aus Großmutters Apotheke - Ein Aufguß aus getrockneten Olivenbaumblättern (60 g Blätter 24 Std. lang in warmem Wasser ziehen lassen) wirkt fiebersenkend; die äußere Anwendung fördert die Wundheilung.
- Tee: 50 g Olivenbaumblätter 10 Minuten in einem Liter Wasser köcheln. Der gezuckerte Tee wird während des Tages eingenommen und wirkt schleimlösend. Die konzentriertere Formel (50 g Blätter in einem halben Liter Wasser) wird bei Gicht und Rheuma empfohlen.
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