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Die Geschichte der Schweiz

Burgunder und Alemannen besiedelten die heutige Schweiz, deren Name im Übrigen Schweizerische Eidgenossenschaft lautet, bis zum Jahr 746, als das Gebiet von den Franken unterworfen wurde. Es bildete sich das Fränkische Reich, aus dem später das Heilige Römische Reich Deutscher Nation entstand. Aus der Schweiz stammen viele Adelsgeschlechter, die für die weitere Geschichte des Landes eine große Bedeutung hatte, wie beispielsweise die Habsburger, die Rudolfinger oder die Lenzburger. Die Alpenpässe waren zudem wichtig für die Herrschaft über Italien.

Uri, Unterwalden und Schwyz waren die so genannten Urkantone, die im Jahr 1291 einen Bund schlossen, der ihre „alten Freiheiten“ sichern sollte. Die Legende dazu wurde den Menschen viel später, im Jahr 1804, klar, als das Theaterstück „Wilhelm Tell“ veröffentlicht wurde. Der 1. August wurde dann im 19. Jahrhundert als Datum für die Gründung der alten Eidgenossenschaft angenommen und fortan als Nationalfeiertag begangen.

Die Eidgenossen wollten sich ihre Unabhängigkeit vom Hause Habsburg bewahren und so schlossen sich schließlich Zürich, Luzern, Zug, Bern und Glarus dem Bund an. Daraus entstanden die „Acht Alten Orte“. Dem voraus gegangen war die Schlacht am Morgarten, die für König Leopold von Österreich wenig ruhmreich endete. Der Grund für diese Schlacht war, dass die Eidgenossen nach der Wahl des deutschen Königs, genauer gesagt, der Wahl beider deutschen Könige (Friedrich der Schöne und Ludwig der Bayer), zu Ludwig hielten. Dem folgten weitere Kriege mit dem Hause Habsburg.

In den Jahren 1436 bis 1450 kam es zum Alten Zürichkrieg, in dem es um das Erbe der Grafen von Toggenburg ging. Zürich verbündete sich mit den Habsburgern, musste sich aber schließlich geschlagen geben und in die Eidgenossenschaft zurückkehren. Im Jahr 1474 wurde die Alte Eidgenossenschaft schließlich als Staatswesen anerkannt. Die Eidgenossen widersetzten sich schließlich, bedingt durch den Wunsch nach Unabhängigkeit, der Reichsreform von Kaiser Maximilian I., der daraufhin den Schwabenkrieg ausrief. Dieser endete im Jahr 1499 mit der Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich, was auf dem so genannten Frieden von Basel basierte.

Bis 1513 traten weitere Kantone der Eidgenossenschaft bei, so dass diese schließlich aus dreizehn Orten bestand. Mit der Ausdehnung der Eidgenossenschaft nach Süden hin sollten die Alpenpässe gesichert werden. Dies war dann auch der Grund, warum die Eidgenossenschaft in die italienischen Kriege verwickelt wurde. In dieser Zeit wurde die Schweizergarde von Papst Julius II. im Jahr 1506 gegründet. Bis 1513 eroberten die Eidgenossen Tessin und Mailand, unterlagen jedoch 1515 in der Schlacht von Marignano Frankreich und mussten ihre militärische Herrschaft über Oberitalien aufgeben.

1519 wurde die Reformation eingeleitet, die zu Spannungen zwischen den einzelnen Kantonen führte. Erst 1541 wurde die Reformation schließlich gänzlich durchgesetzt. Im Jahr 1648 wurde die Schweiz durch den Westfälischen Frieden offiziell unabhängig und nicht länger Mitglied des Heiligen Römischen Reiches. 1798 besetzte Frankreich die Alte Eidgenossenschaft, in der Mediationsakte von 1803 wurde schließlich durch Napoleon wieder eine föderalistische Verfassung durchgesetzt. Der Staatsname Schweizerische Eidgenossenschaft wurde festgelegt. 1815 wurden die Grenzen der Schweiz im Wiener Kongress auch international anerkannt. 1848 wurde die Autonomie der einzelnen Kantone im Rahmen der Bundesverfassung, die durch die Umwandlung in einen modernen Bundesstaat entstand, eingeschränkt. Diese wurde 1874 und 1999 völlig revidiert.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war geprägt von Industrialisierung und Eisenbahnbau, aber auch von der Konfrontation zwischen Konservativen und Liberalen. Der Kulturkampf entbrannte. In beiden Weltkriegen bewahrte die Schweiz die Neutralität. Im Ersten Weltkrieg stand dabei die Verteidigung der Grenzen im Vordergrund, um Zweiten sollten vor allem die Gebirgsstellungen hart verteidigt werden. Die Schweiz wurde Zufluchtsort für Flüchtlinge, mit Ausnahme der nicht politisch verfolgten Menschen oder der Juden. Diese Problematik wurde in den neunziger Jahren im Bergier-Bericht überaus kritisch behandelt.

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