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Natur & Klima in der Schweiz

Die Schweiz ist klimatisch gesehen zweigeteilt. So findet man nördlich der Alpen ein gemäßigtes Klima, wie es für Mitteleuropa typisch ist, südlich des Gebirges ist das Klima bereits mediterran. Jedoch gibt es innerhalb einer Klimazone sogar regionale Unterschiede, was durch die Höhenlage der Orte bedingt ist. Generell kann man aber sagen, dass in dem Gebiet des Jurabogens, des Mittellandes und der Voralpen ein ähnliches Wetter herrscht, in der südlichen Schweiz kann es jedoch völlig anders sein. Der Niederschlag ist je nach Region verschieden. Im Zentrum, in den Alpen und auch im Tessin erreicht die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr rund 2000 Millimeter, im Wallis jedoch nur etwa 550 Millimeter pro Jahr. Hier befindet sich auch der trockenste Ort der Schweiz, Ackersand. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Menge des Niederschlags im Sommer etwa doppelt so hoch ist, wie im Winter. Eine Ausnahme bildet hier das Rhônetal, hier überwiegen die Niederschläge im Winter. Vor allem in den Alpen und den Voralpen fällt dieser Niederschlag im Winter meist als Schnee, so dass hier oft monatelang Schnee liegt.

Die Temperaturen sind im Westen des Landes leicht erhöht gegenüber den Temperaturen im Osten. Die erreichte Temperatur ist abhängig von der Höhenlage des jeweiligen Ortes, der wärmste Monat ist der Juli. Der wärmste Ort ist Locarno-Monti, der kälteste befindet sich auf dem Jungfrauenjoch. Im Mittelland ist außer im Sommer in allen Jahreszeiten Nebel zu beobachten. Dieser kann sogar über Wochen hinweg auftreten. Im Jurabogen und in dem Gebiet um Basel hingegen ist Nebel sehr selten. In der Schweiz treten vorrangig die Winde Föhn und Bise auf. Der Föhn ist mild, während die Bise sehr kalte Luft mit sich führt.

Die Flora in der Schweiz ist recht vielseitig. Insgesamt sind mehr als dreißig Prozent der Landesfläche von Wald bedeckt, es wachsen hier vor allem Lärchen, Arven, Fichten und Tannen. Den Wäldern kommt eine sehr wichtige Funktion in der Schweiz zu, sie dienen als Bannwald für Lawinen, außerdem als Schutz vor Hochwasser. Dabei gibt der Wald die aufgefangene Regenmenge nur langsam wieder ab.

Ansonsten ist die Pflanzenwelt von der Höhenlage abhängig. Bis zu einer Höhe von sechshundert Meter wachsen Laubmischwälder, wobei sich diese Grenze im Süden des Landes bis zu achthundert Meter hin verschiebt. Hier gedeiht auch eine Vegetation, die eher subtropisch ist. Mandelbäume, Lorbeerbäume und Zypressen sind dort zu finden. Ab einer Höhe von 1200 Metern folgt der Nadelwald mit seinen Fichten, Lärchen und Tannen. Oberhalb der Waldgrenze von etwa 1700 bis 2200 Metern wachsen Bergkiefern. Alpenrosen, Edelweiß und Enzian sind die bekannten Pflanzen, die in der Schweiz wachsen. In der Höhe schließen sich den üblichen Pflanzen die so genannten alpinen Matten an.

Die Fauna in der Schweiz ist ebenfalls sehr vielseitig. Insgesamt gibt es über 40.000 Tierarten, davon rund 30.000 Insekten. Da die Wichtigkeit von natürlichen Räubern für das Ökosystem erkannt wurde, wurden Bären, Wölfe und Luchse unter Schutz gestellt. Letztere sind vor allem in Jura und Alpen zu finden. Die Bären hingegen sind eher selten anzutreffen, sie wandern von Italien her ein. Das häufigste anzutreffende Raubtier ist der Rotfuchs. Außerdem gibt es Dachse und Wildkatzen, letztere aber nur sehr vereinzelt. Der Fischotter ist in der Schweiz ebenfalls ausgestorben.

Inzwischen wurde der bereits ausgerottete Alpensteinbock wieder in der Schweiz eingeführt. Von Frankreich aus sind Mufflons eingewandert. Sehr häufig anzutreffen ist auch die Gämse, die besonders in dem Gebiet des Jura unterwegs ist. Rothirsch und Reh gehören ebenfalls zu den häufig anzutreffenden Tierarten.

Erstmals brüteten 2007 wieder Bartgeier in der Schweiz, die dort im Nationalpark ausgesetzt worden waren. Habicht und Sperber sind wieder häufiger zusehen, im gesamten Alpenraum auch wieder der Steinadler. Wachtelkönig, Rebhuhn und Großer Brachvogel sind aber immer noch vom Aussterben bedroht. Verschiedene Eulenarten sind hingegen häufig zu sehen, ebenfalls die unterschiedlichen Arten von Singvögeln. In den Südtälern der Alpen, die sehr sonnig sind, sind auch verschiedene Reptilienarten beheimatet, vor allem Schlangen gibt es dort.

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