Die Geschichte von Sizilien ist lang und durch viele, unterschiedliche Eroberer geprägt. Um 735 vor Christus wanderten die ersten Karthager und Griechen in die Region ein und verdrängten die Ureinwohner. Dann folgte die Herrschaft der Römer, zu deren Geschichtshistorie die beiden großen Sklavenkriege zählten. In der Zeit der Völkerwanderungen kamen die Vandalen und Goten auf die Insel und kämpften um die Vorherrschaft.
Im 8. - 11. Jahrhundert versuchten die Araber die Region an sich zu reißen und Sizilien erlebte unter der Herrschaft der Araber eine aufstrebende Blütezeit. Durch Heirat mit dem Geschlecht der Staufer begann deren kaiserliche Dynastie, die allerdings dem herrschenden Papst missfiel. Mit dessen Unterstützung kam es nach einigen Machtkämpfen zur Herrschaft von Graf von Anjou, der nach kriegerischen Auseinandersetzungen aus Sizilien vertrieben wurde, allerdings die Herrschaft über das Königreich Neapel behielt. Der König von Aragon, Peter III wurde zum König von Sizilien gekrönt. 1504 wird der Herrscher Siziliens auch König von Neapel. Damit hatte Spanien für einige Jahrhunderte die Oberherrschaft über Sizilien.
Erbfolgekriege und Eroberungsfeldzüge folgten und der italienische Freischarenführer Garibaldi nahm 1860 Sizilien ein und vereinigte es 1861 mit dem Königreich Italien. Mehrere Aufstände brachten immer wieder Unruhe über die Region. Nach der Herrschaft von Mussolini und seinem Sturz wurde Sizilien 1946 zu einer autonomen Region von Italien. Das heutige Leben in Sizilien, die Sitten, Traditionen und die Kultur wurden geprägt von den Erinnerungen und der wechselvollen Geschichte dieser Insel. |