In historischen Quellen erstmals im 4. Jahrhundert vor Christus als zusammenhängendes Gebiet erwähnt - damals von den Römern erobert und nach den Bewohnern den Etruskern (= Tuscii) benannt, blieb die Toskana bis in die Neuzeit ein äußerst umstrittenes Gebiet mit wechselhafter Geschichte.
Die Toskana geriet nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches unter den Einfluss der Ostgoten, der griechischen und lombardischen Herzöge, und von Byzanz. Karl der Große gibt der Toskana nach der Eroberung endgültig und offiziell ihren noch immer gültigen Namen und unterstellte sie fränkischen Markgrafen. Der Investiturstreit ergriff auch die Toskana, und während Päpste und Kaiser sich um die Besitzrechte stritten, konnten die großen Städte die unklare Herrschaftssituation nutzen und derart begünstigt ihren eigenen Aufstieg betreiben und die zunehmende Unabhängigkeit erlangen.
Ab dem 12. Jahrhundert folgte die große Periode der Stadtrepubliken unter der florentinischen Dominanz, die von zahlreichen Fehden, Hungersnöten und Pest, gekennzeichnet ist. Die Freiheit dieser Städte bildete jedoch gleichzeitig auch den Nährboden für Literatur, Wissenschaft, Architektur und bildende Künste und somit das Zeitalter der Renaissance, einer unglaublich produktiven kulturellen Blüte.
Ein kulturelles und politisches Zentrum blieb Florenz auch nach der Umwandlung der Toskana in ein Großherzogtum unter der Herrschaft der Medici im Jahr 1531. Nach dem Ende der großen Familiendynastie fiel das Großherzogtum an die Habsburger, die bis auf ein kurzes Zwischenspiel während der napoleonischen Revolutionskriege zwischen 1799 und 1807, bis zum Anschluss der Toskana an Italien das Sagen hatten. Seit 1861 gehört die Toskana zu Italien. |