Die Sixtinische Kapelle befindet sich nördlich vom Petersdom, wurde zwischen 1475 und 1483 nach Plänen von Baccio Pontinelli erbaut und 1994 von Gianluigi Colalucci restauriert. Sie ist rechteckig und soll den Dimensionen von Salomons Tempel entsprechen.
Die Innendekorationen werden als größtes Kunstwerk der Renaissance angesehen. Im Altarraum befindet sich ein über 200 Quadratmeter großes Fresko von Michelangelo aus dem Jahre 1535, welches das Jüngste Gericht darstellt; besonders beeindruckend ist allerdings sein Deckengemälde, welches er bereits 1512 im Auftrag von Papst Julius II fertigstellte. Das 520 Quadratmeter große Gemälde veranschaulicht Szenen aus der Genesis, unter anderem den Ausschnitt "Die Erschaffung Adams". Künstler wie Sandro Botticelli, Pietro Perugino und Luca Signorelli schmückten die Kapelle mit Fresken aus, welche Szenen aus dem Leben von Jesus und Moses darstellen.
Die Sixtinische Kapelle gehört heute zu den Vatikanischen Museen und stellt eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Vatikans dar. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Papstwahl (Konklave) in der Kapelle abgehalten wird.
In den Vatikanischen Museen, welche 1756 von Papst Benedikt XIV im Vatikanischen Palast eröffnet wurden, ist die kolossale Kunstsammlung vom Vatikan zu bewundern. Insgesamt gibt es über 300 Säle, in denen Werke aus der Renaissance und dem Barock, römische, griechische und etruskische Skulpturen sowie Museumsstücke moderner religiöser Kunst ausgestellt werden. Ein weiterer Höhepunkt neben der Sixtinischen Kapelle sind die Stanzen von Rafael aus dem 16. Jahrhundert. |