| 12 Jahre Schulpflicht in Italien (c) morguefile.com | Das italienische Schulsystem ist landesweit einheitlich, nur im Bereich der Berufsausbildung besitzen die Regionen eigene Kompetenzen und betreiben eigene Ausbildungsschulen. Die Schulpflicht in Italien wurde in den letzten Jahren schrittweise von acht auf zwölf Jahre angehoben. Auf die Grundschule folgen drei Jahre an einer Mittelschule. Am Ende der Mittelschule kann man eine Prüfung ablegen, deren Bestehen zum Besuch einer der zahlreichen Oberschulen berechtigt. Nach fünf Jahren auf der Oberschule legen die Schüler eine Prüfung mit der Bezeichnung Maturità ab. Wer diese Prüfung besteht kann eine der Universitäten besuchen.
Wenn die Schüler eine Berufsausbildung beginnen möchten, müssen sie an anderen Prüfungen teilnehmen. Mittlerweile beginnt auch die Fremdsprachenausbildung in Italien sehr früh, Kinder lernen schon in der Grundschule Englisch, später kommt noch eine weitere Fremdsprache hinzu. So ist bei jüngeren Arbeitnehmern davon auszugehen, dass sie zumindest Grundkenntnisse der englischen Sprache vorweisen können, woran es besonders älteren Italienern oft gänzlich fehlt.
| Universität in Pisa (c) morguefile.com | In Italien gibt es etwa 50 Universitäten. Darunter sind auch so traditionsreiche Einrichtungen wie die Universität von Bologna, die schon seit über 900 Jahren besteht, und damit die älteste Hochschule der Welt ist. Weitere sehr alte Universitäten befinden sich in Genua, Macerata, Neapel, Padua und Perugia. Die Studenten können auch an einigen privaten Universitäten studieren. Zu ihnen gehören die sehr angesehene Luigi Bocconi –Universität und die Università Cattolica (beide sind in Mailand) sowie die Scuola Normale in Pisa. Bis zur Erlangung eines Abschlusses, der als Laurea bezeichnet wird, vergehen normalerweise mindestens fünf Jahre. Aber auch die italienischen Hochschulen haben mit der Einführung des Bachelors und des Masters begonnen.
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