Trotz der verbesserten Zahlen besteht das Ungleichgewicht zwischen Norden und Süden fort: die Arbeitslosenquote im Norden von Italien betrug im Jahr 2006 nur 3,6 %, in Mittelitalien lag sie bei 5,5 % und im Süden bei immerhin 10,7%.
Auch die Beschäftigungsquote der italienischen Bevölkerung ist mit 58 % (im Jahr 2006) im europäischen Vergleich weiterhin sehr niedrig (in Deutschland liegt sie bei 65 %). Dies liegt unter anderem an der Benachteiligung von Müttern auf dem Arbeitsmarkt.
| Niedrige Geburtenrate in Italien (c) morguefile.com | Die Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder sind in Italien kaum ausgebaut, wenn überhaupt existieren sie nur in den großen Städten wie Mailand oder Rom. Aus diesem Grund schaffen sehr viele Frauen nach der Geburt eines Kindes nicht mehr den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Dies ist auch eine Ursache für den starken Bevölkerungsrückgang den Italien in den letzten Jahren erlebt.
In keinem anderen Land in Europa werden so wenige Kinder geboren wie in Italien. Dies hat unter anderem auch mit den veralteten Strukturen in der italienischen Gesellschaft zu tun. So wird von einer Mutter noch heute erwartet, dass sie mit ihren Kindern zuhause bleibt. Besonders qualifizierte junge Frauen möchten in der heutigen Zeit ihr Leben jedoch nicht mehr nur "am Herd" verbringen, und entscheiden sich deshalb zum Teil bewusst gegen Kinder.
Wirtschaft in Italien / Daten & Fakten:
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