Wie fast alle anderen europäischen Staaten auch, erlebt Italien zurzeit einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Volkswirtschaft des Landes wuchs im Jahr 2006 um zwei Prozent, für das Jahr 2007 erwartet die italienische Regierung eine Verstärkung des positiven Trends.
| | Daten & Fakten der italienischen Wirtschaft im Überblick | Wie bereits erwähnt, ist die Verschuldung des Landes immer noch sehr hoch (im Jahr 2006 betrug sie 107,6 des BIP) und die Neuverschuldung betrug im Jahr 2006 5,7 Prozent des BIP. Damit wurde Italien den von der Europäischen Union vorgegebenen, so genannten Kriterien von Maastricht nicht mehr gerecht. Aufgrund der verbesserten Konjunktur rechnet die Regierung Prodi aber mit einer deutlichen Absenkung der Neuverschuldung auf unter drei Prozent bis zum Ende des Jahres 2007.
Im Jahr 2006 hat der italienische Staat insgesamt 833 Milliarden Euro eingenommen und 925 Milliarden Euro ausgegeben (einschließlich der Investitionsausgaben). Sowohl auf der Ausgabenseite als auch auf der Einnahmeseite wären Optimierungen möglich.
In der Kritik stehen die öffentlichen Verwaltungen, die zum Teil nicht in der Lage sind die Steuern nach den gesetzlichen Vorgaben einzutreiben und die Schattenwirtschaft zu bekämpfen. Was die Arbeitslosenquote angeht ist der Trend in Italien in den letzten Jahren eindeutig positiv: sie sank in den letzten Jahren konstant, von 11,4 Prozent im Jahr 1999 auf 6,1 % im September 2006. Diese positive Entwicklung geht vor allem auf die Legalisierung von Schwarzarbeit (besonders bei vielen Emigranten, die eine Arbeitserlaubnis erhielten), eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sowie die Schaffung neuer steuerlicher Anreize.
Wirtschaft in Italien / Daten & Fakten:
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