Im internationalen Wettbewerb verliert Italien seit der Festlegung des Wechselkurses zum Euro im Jahr 1996 kontinuierlich an Boden. Lag vor zehn Jahren der Anteil der Exporte am BIP bei rund 30 %, war der Anteil im Jahr 2005 auf ein Fünftel geschrumpft. In diesem Zeitraum stieg jedoch der Importanteil von rund 33 % auf mehr als 40 % des Bruttoinlandsproduktes. Die Handelsbilanz, die vor zehn Jahren noch mit einem hohen Überschuss abschloss, schreibt seit 2004 rote Zahlen.
Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts sind die Handelsbeziehungen von Italien vor allem zu den anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union verstärkt worden. Die Abhängigkeit Italiens vom Import wichtiger Rohstoffe führte bis in die achtziger Jahre hinein überwiegend zu negativen Handelsbilanzen. Auch während der wirtschaftlichen Flaute zwischen 2002 und 2005 schloss Italien mit einer negativen Handelsbilanz ab.
| Exporte von Italien (c) morguefile.com | Ein Großteil der italienischen Erzeugnisse wird exportiert. Zu den wichtigsten italienischen Exportgütern gehören Maschinenbauerzeugnisse, Textilien und Kleidung, Kraftfahrzeuge, Chemieerzeugnisse, Lebensmittel, Wein, Mineralien und Nichteisenmetalle (vor allem Quecksilber).
Die bedeutendsten Export- Partner sind Deutschland (13,2 % im Jahr 2006), Frankreich (12,3 %), die Vereinigten Staaten (8 %), Spanien (7,5 %) und Großbritannien (6,6 %). Weitere wichtige außereuropäische Handelspartner sind China, Russland und Japan.
Im Jahr 2006 betrugen die Einnahmen aus dem Exportgeschäft insgesamt 450,1 Milliarden US- Dollar. Damit schloss der italienische Außenhandel das Jahr 2006 mit einem Defizit von -21,1 Milliarden Euro. Das Defizit stieg damit während der letzten drei Jahre immer weiter an, 2005 betrug es noch - 9,4 Milliarden Euro und 2004 nur -1,2 Milliarden Euro. Die Gesamtexporte stiegen 2006 um 8,8 % an, während die Importe um 12,3 % zunahmen.
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