In den letzten Jahren hat Italien eine strikte Finanzpolitik verfolgt um die Bedingungen der ökonomischen und monetären Vereinigung der Europäischen Union erfüllen zu können. Italien gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (der heutigen Europäischen Union - EU). Seit dem Jahr 2002 ist der Euro (1 Euro - 100 Cent) in Italien gesetzliches Zahlungsmittel, damit löste er die italienische Lira (1 Lira- 100 Centissimi) ab. Mailand und Rom sind die wichtigsten Finanzzentren des Landes. Italien hat in den Jahren seit der Einführung des Euro von niedrigen Inflationsraten profitiert. Der Preisauftrieb hat sich in Italien bei schwacher Konjunktur im Jahr 2006 mit 2, 1% nur geringfügig nach oben bewegt (im Jahr 2005: 1,9 %, 2004: 2,2 %; 2003: 2,7 %).
| Finanzen & Reformen in Italien (c) morguefile.com | Die italienische Wirtschaft stagnierte in den Jahren 2002 bis 2005. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts betrug 2005 0,0 %. Gründe für diese Entwicklung waren die Unsicherheiten über den Irak-Krieg, die SARS -Krise in Asien und die relativ schwache Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Exportwirtschaft. Im Handel mit den EU-Partnern verzeichnete das Land im Jahr 2005 ein Defizit von 7,6 Milliarden Euro.
Der Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zog einen Glaubwürdigkeitsverlust nach sich, der wiederum - begleitet von Banken- und Finanzskandalen - Italien wirtschaftlich handlungsunfähig erscheinen ließ. Nach der Stagnation in den Jahren 2002 bis 2005 erholte sich die Wirtschaft langsam wieder.
Die derzeitige mitte- links Regierung unter Romano Prodi hat mehrere kurzfristige Reformen ins Rollen gebracht. Diese verfolgen das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu verbessern und langfristig die Finanzlage zu stabilisieren. Italien hat insgesamt nur langsam damit begonnen notwendige Strukturreformen umzusetzen und die teilweise hohen Steuern für Unternehmen zu senken.
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