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Wirtschaft Italien - Investitionen - Privatunternehmen, Genehmigungen, Verwaltungen |
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| Privatunternehmen in Italien (c) Fototeca ENIT | Bei Investitionen von Privatunternehmen waren in der Vergangenheit oft die staatlichen Behörden in Italien selbst ein Hindernis. So benötigt man in Italien noch bis Ende der 90 er Jahre und zum Teil auch noch heute zahlreiche Genehmigungen um einen Betrieb zu eröffnen. Die Bearbeitungszeiten dieser Genehmigungen sind zum Teil kaum kalkulierbar und können sich über Monate hinziehen.
So dauert das Genehmigungsverfahren der Stadt Rom zum Aufstellen einer Sitzbank in einem öffentlichen Park ein bis zwei Jahre. Bei einem Supermarkt kann das Verfahren sogar vier Jahre in Anspruch nehmen.
Die Langsamkeit der Verwaltungen liegt nicht nur an den aufwendigen Abläufen, sondern auch an der mangelhaften Qualifikation und Motivation der Verwaltungsmitarbeiter. Sie werden schlecht ausgebildet und es gibt keine Anreizsysteme um die Verwaltungsarbeit effizienter zu gestalten um Mitarbeiter zu motivieren. Hinzu kommt, dass Unternehmen die im strukturschwachen Süden des Landes investieren möchten, zwar hohe finanzielle Anreize zur Verfügung stehen, der Staat sie aber sonst kaum unterstützt. So gibt es kaum Planungssicherheit für die Unternehmen.
Wirtschaftsförderungsämter die sich um die Ansiedlung von Unternehmen bemühen und diese beraten und unterstützen und zum Beispiel Grundstücke vermitteln und erschließen gibt es nur sehr selten. Besonders im Süden von Italien, in dem sich für viele Unternehmen Investitionen schon aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus und der hohen Subventionen lohnen würden, ist die Verwaltung kaum auf das Anwerben von Investoren eingestellt. Hinzu kommt, dass der italienische Staat gerade in den süditalienischen Regionen Kampanien, Kalabrien, Sizilien und Apulien nicht in der Lage ist Unternehmer vor der in einigen Branchen und Orten immer noch allgegenwärtigen Mafia zu schützen.
Die Börse in Italien Die italienische Börse hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Das Jahr 2004 schloss sie als die Börse mit der zweitstärksten Performance in Europa ab. Die liegt unter anderem daran, dass der italienische Leitindex MIB 30 von nur wenigen, sehr großen Unternehmen geprägt wird. Allein die Großunternehmen Eni, Enel und Telecom Italia machen 30 % des Leitindex aus. Firmen aus strukturschwachen Branchen wie zum Beispiel aus der Textilindustrie sind an der italienischen Börse kaum vertreten oder erst gar nicht gelistet.
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