| Das industrielle Dreieck (c) morguefile.com | Typisch für Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Man spricht auch von einem Nord- Süd- Gefälle: Der Norden Italiens ist stark industrialisiert und gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Mitteleuropas. Im Norden befinden sich mit Mailand (Lombardei), Genua (Ligurien) und Turin (Piemont) die bedeutenden Wirtschaftsmetropolen des Landes. Die stark industrialisierte Region zwischen den drei Städten bezeichnet man auch als das „industrielle Dreieck“ (triangulo industriale) von Italien.
Auch im Nordwesten liegen noch einige weitere Wirtschaftszentren und im Nordosten des Landes sind zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen angesiedelt. Besonders in den Regionen Venetien und Emilia-Romagna ist der Dienstleistungssektor weit ausgebaut, in diesem Sektor gehört die Region zu den stärksten in Europa.
Die Arbeitslosenquote in Nord- und Mittelitalien ist im Vergleich zum Süden mit knapp sechs Prozent sehr niedrig. Mittelitalien verfügt ebenfalls über eine florierende Wirtschaft die sich vor allem auf Unternehmen im Bereich der Textilbranche und auf den Tourismus stützt.
Der Süden von Italien, der so genannte Mezzogiorno, gehört im Gegensatz dazu zu den strukturschwächsten Gegenden Mitteleuropas. Er ist immer noch vor allem landwirtschaftlich geprägt, die Arbeitslosenquote ist extrem hoch. In einigen Orten erreicht sie bis zu 50 %. Im Schnitt lag die Arbeitslosenquote in ganz Süditalien im Jahr 2006 bei 10,6 %, es gibt jedoch auch innerhalb Süditaliens starke regionale Unterschiede...Nord-Süd-Gefälle, Teil II
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