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Wirtschaft Italien - Weinbau - Tafelwein, Landwein, VdT, IGT, DOC, DOCG |
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Italienischer Wein wird, wie es in Europa allgemein üblich ist, in Qualitätswein und Tafelwein aufgeteilt. Die einfache Qualitätsstufe ist Tafelwein (Vino da Tavola / VdT). Er darf auf dem Etikett weder eine Rebsorte, geographische Bezeichnung noch einen Jahrgang enthalten, sondern ausschließlich nur mit "Bianco" (weiß) oder "Rosso" (rot) bezeichnet werden. 70 % des in Italien produzierten Weines gehören zur Kategorie des Tafelweins.
| Wein aus Italien (c) morguefile.com | Eine Stufe höher steht IGT (Indicazione Geografica Tipica), er ist mit dem französischen Landwein (Vin du Pays) vergleichbar, genau wie Wein mit dem Prädikat „Vino tipico“. Ein solcher Wein muss dem Wesen nach eine typische, geographisch bedingte Eigenart haben. Die Einstufung IGT umfasst ein breites Qualitätsspektrum von Weinen, darunter fallen neben einfachen Landweinen auch qualitativ hochwertige Produkte die nur deshalb nicht höher klassifiziert werden weil sie nicht aus dem für eine DOC- oder DOCG- Einstufung vorgeschriebenen Trauben gekeltert wurden.
Die nächst höhere Qualitätsstufe ist DOC (Denominazione di Origine Controllate), die höchste amtliche Qualität ist DOCG Denominazione di Origine Controllata e Garantita). In Italien werden mehr als 200 Weine mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung DOC vertrieben, wie zum Beispiel der bekannte Chianti aus der Region Toskana. Diese Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung müssen aus festgelegten Rebsorten, die in bestimmten Gebieten angebaut werden, nach festgesetzten Mengen und Methoden verarbeitet und ausgebaut werden. Sie müssen vorgeschriebenen Normen in Farbe, Duft, Geschmack, Alkohol-Gehalt, Säuregehalt usw. entsprechen.
| | Barolo, Spitzen-Wein aus Italien | Manche DOC-Zonen produzieren nur einen Wein, andere mehrere in verschiedenen Farben, Rebsorten oder Arten. Die ersten vier Weine die das Prädikat DOCG führen durften sind der Barolo, der Barbaresco, der Vino Nobile die Montepulciano und der Brunello di Montalcino. Sie gehören zu Italiens absoluten Spitzenweinen. Seit 1992 wird nach französischem Beispiel bei DOC und DOCG-Weinen auch die kontrollierte Nennung der Unterzone (sottozona), der Gemeinde (comune), des Ortsteils (frazione), der Kleinklimazone (microzona), des Weingutes (fattoria, cascina oder podere) und der Weinbergsparzelle (vigna oder vigneto) vorgegeben. Das heißt, dass diese Zusatzinformationen angegeben werden dürfen, aber nicht müssen.
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